Stirbt der Browser aus?

Vergangene Woche fragte die Süddeutsche Zeitung (SZ), ob der gute alte Browser ausstirbt? Brauche wir noch Chrome, Safarie, Firefox überhaupt noch? Schließlich werden immer mehr Seiten in Apps abgebildet.

Möchten Sie auf Facebook stöbern? Es gibt dafür eine eigene App. Instragram? Eine eigene App. Eine Zeitung online lesen? Focus, Stern, Welt, Spiegel - jeder hat eine eigene App.

Man muss nicht mehr den Browser öffnen und umständlich die url eintippen. Mobil ist das sicherlich eine Erleichterung. Desweiteren braucht man sich keine (langen) urls mehr zu merken. Möchte man ein Service nutzen, klickt man einfach das entsprechende Icon.
Ein weiterer Nachteil der Browser ist die Sicherheit. Immer wieder werden schwere Sicherheitslücken bekannt, die die verschiedenen Anbieter versuchen durch Updates zu stoppen.

Braucht man da wirklich den Browser noch?

Der Browser ist heute mehr als nur ein Fenster, mit dem man im Internet surfen kann. Man kann mit bzw im Browser Videos schauen, Videos schneiden, Bilder bearbeiten, Texte/Präsentationen/Excel erstellen (Microsoft Office365 oder GoodleDocs), komplexe Spiele (Games) spielen, telefonieren und sogar Fernsehen schauen.

Um eine Seite zu wechseln braucht man einfach nur die neue url einzugeben, man muss nicht dafür die App wechseln.

Auf der einen Seite wird der Browser unwichtiger, auf der anderen wird er verbessert, um schneller und sicherer zu werden. Eine Entwicklung, die sich zu widersprechen scheint. Dabei spiegelt sie nur die Aufspaltung in zwei Zielgruppen wider: Auf der einen Seite stehen die Durchschnittsnutzer, die den Browser nur brauchen, um ab und an ein bisschen herumzusurfen. Auf der anderen Seite die User, die nur "Ihre" Apps zum surfen brauchen.

Wir werden schauen, welche Gruppe sich durchsetzen wird.

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