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Warum aus "Mobile First" jetzt "Mobile Only" wird

Google geht den nächsten Schritt bei der Mobile-only-Indexierung und diesen Monat war es soweit: Google stellte seinen Suchmaschinen-Index endgültig so um, dass dieser ausschließlich mobile Webseiten berücksichtigt und den Suchenden anzeigt. Dadurch kann der Traffic bei vielen Webseiten erheblich abstürzen.

Bei der Mobile First-Indexierung (MFI) nutzt Google vor allem die mobile Version der Inhalte für die Indexierung und das Ranking. In der Vergangenheit wurde für den Index hauptsächlich die Desktopversion des Seiteninhalts herangezogen, wenn die Relevanz einer Seite für die Anfrage eines Nutzers bewertet werden sollte.

Da mittlerweile fast 60 Prozent der Menschen ein Smartphone besitzen, surfen und suchen sie inzwischen auch überwiegend mit ihren Mobilgeräten im Internet. Smartphones oder Tablets sind in nahezu jedem Teil unseres Lebens stark verbreitet und haben eine hohe Akzeptanz. Im Mai 2019 gab Google bekannt, dass die Suchmaschine schon ab dem folgenden Monat standardmäßig alle neuen Seiten nach MFI (Mobile-first-Indexierung) crawlt und indexiert.

Entgegen der vorherigen Ankündigung, schon ab September 2020 auf Mobile First Indexierung umzustellen, ging Google im Juni 2020  einen Schritt auf Website-Betreiber zu und verlängerte die Frist bis März 2021. Der Grund war, dass die Unternehmen wegen der Coronakrise mehr Zeit bräuchten. Die Übergangszeit ist nun vorbei. Google macht Schluss mit Desktop Crawls und das Mobile First Indexierung wird für alle Webseiten zum Standard. Von nun an wird der Googlebot nur noch mit dem Smartphone-Agent crawlen und indexieren. Die Folge: Desktop-Inhalte werden nicht mehr indexiert und gerankt. Websites, die nicht mobil optimiert sind, müssen dann dann mit Traffic-Verlusten rechnen. Um dem entgegenzuwirken, müssen alle Inhalte, die indexiert werden sollen, auf der mobilen Version der Website zu finden sein. Außerdem muss die mobile Version der Website so optimiert werden, damit der Googlebot die richtigen Inhalte crawlt. Dabei gibt es einige Aspekte zu beachten.

Für viele Webseiten bedeutet die Umstellung keine Probleme, da sie bereits im Responsive Design, also mobilfreundlich, dargestellt werden. Das bedeutet, ihre Inhalte erscheinen auf Mobilgeräten automatisch angepasst auf die jeweilige Bildschirmgröße. Hat eine Webseite jedoch unterschiedliche Versionen (z.B. m-dot-Domain), dann müssen einige Dinge berücksichtigt werden.

Doch woher weiß ein Website-Betreiber überhaupt, dass sein mobiler Traffic jetzt zu niedrig ist? Und woher dieser Zustand kommt? Diese Frage ist nicht so leicht zu beantworten. Denn, ist der mobile Traffic so niedrig, weil die Seite nicht optimiert ist? Oder gibt es für die benutzten Keywords schlicht nicht so viel mobilen Traffic? Das lässt sich oft nicht leicht beurteilen. Dennoch muss das Ziel sein, die SEO-Probleme der mobilen Seite zu identifizieren und zu lösen. Dafür gibt es drei Möglichkeiten:

- Ein Vergleich des eigenen mobilen Traffic mit dem der direkten Konkurrenz
- Die Suche nach Fehlermeldungen in Googles Search Console oder dem Mobile-Friendliness-Tool
- Der Einsatz von SEO-Tools, die die Unterschiede zwischen Keyword-Rankings zeigen

Im Bestfall wenden Website-Betreiber alle drei Lösungen gleichzeitig an. Und zwar nicht nur, wenn es brennt, sondern regelmäßig. Dabei sollten sie vor allem auf Muster achten: Treten bestimmte Probleme immer wieder auf bestimmten Unter­seitentypen auf? Gibt es einen eindeutigen Zeitpunkt, an dem der mobile Traffic gesunken ist? Wie verhält sich der Umsatz zum Desktop- und Mobile-Traffic?


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